Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Assistenz OWL (a³-OWL)
Beendetes Modellprojekt - Laufzeit 2009 - 2011
Die multifaktorielle Belastung von Beschäftigten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen – das belegen die unterschiedlichsten Studien und Berichte. Der Charakter der Belastung hat sich ebenfalls verändert und weist ein immer komplexer werdendes Spektrum auf. Zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, bedingt durch veränderte Arbeitsbedingungen und den höheren Arbeitsdruck, kommen gesundheitliche, familiäre und in der letzten Zeit vermehrt finanzielle Probleme hinzu.
Die Belastungen im Arbeitsleben haben nicht nur Auswirkungen auf das psychische und physische Wohlbefinden der Beschäftigten, sondern auch auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Arbeitsleben. In Folge dessen entstehen hohe Betriebskosten, so dass es dringend notwendig erscheint, Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu verändern.
Das Modellprojekt „Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Assistenz Ostwestfalen-Lippe (a³-OWL)“ hat zum Ziel, Beratungs- und Begleitungsstrukturen zur Bewältigung von unterschiedlichen Problemsituationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mittelständischen Betrieben zu entwickeln, die Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierfür zu sensibilisieren und zu gewinnen sowie eine nachhaltige Beratungsstruktur in der Region OWL zu etablieren.
OWL MASCHINENBAU war Kooperationsparnter des Modellprojekts.
Die Arbeit des Modellprojekts wird vom Verein Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Assistenz-OWL fortgeführt und ausgebaut.

Die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Assistenz Ostwestfalen-Lippe (a³-OWL) wurde in der Lokalzeit OWL des WDR vorgestellt.
„Ausgebrannt
Die Fachhochschule des Mittelstands hat eine Initiative angestoßen, die es Arbeitnehmern ermöglicht, sich bei psychischen Problemen im Arbeitsumfeld anonym an kompetente Stellen zu wenden. Finanziert wird das Projekt unter anderem von den teilnehmenden Unternehmen.
Ein Beitrag von Thomas Wöstmann, 13.05.2011“
Der Bericht ist über die Mediathek des WDR abrufbar. Link
Bielefeld, 03.05.2011
„Gut beraten“ und „gut vernetzt“: Experten aus Wissenschaft, Unternehmen und dem Landesministerium NRW finden sich an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zusammen und diskutieren über EAP.
EAP steht für Employee Assistance Program oder auch externe Mitarbeiterberatung. Seit 2009 ist die FHM Projektträger der „Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Assistenz Ostwestfalen-Lippe“ (a³-OWL), eine externe Mitarbeiterberatung für kleine und mittlelständische Unternehmen.
„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, erstmalig bundesweite Experten zum Thema EAP miteinander ins Gespräch zu bringen“, so Prof. Dr. Lisa Hano, Wissenschaftliche Leitung der a³-OWL.
Die Veranstaltung startete mit einer allgemeinen Einführung durch die wissenschaftlichen Leitungen Prof. Dr. Lisa Hano und Prof. Dr. Frank-Peter Oltmann, sowie mit einer Projektvorstellung von a³-OWL durch die operative Leitung Katrin Bitzer.
Im Anschluss standen vier Themen im Mittelpunkt: Beratungssettings, Vernetzung, Kundenakquise und Kostenfinanzierung. Die daraus entstandene Diskussion über Abgrenzung von EAP zu betrieblicher Sozialarbeit sowie die gesetzlichen Änderungen im Aufgabenbereich der Betriebsärzte verdeutlicht den Umbruch der Beratungslandschaft. Prof. Dr. Frank-Peter Oltmann betont die Notwendigkeit der Mitarbeiterberatung: „Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels müssen Betriebe etwas tun um qualifizierte Kräfte zu gewinnen und zu binden.“
Das vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS) und vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt wird von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und ihren Projektpartnern AOK NordWest, Deutsche Angestellten-Akademie Ostwestfalen-Lippe (DAA), Evangelische Stiftung Maßarbeit, OWL MASCHINENBAU sowie Evangelische Stiftung Ummeln umgesetzt.
