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Thementag Digitaler Zwilling

Vom NASA-Apollo-Programm ins Centrum Industrial IT

datum 30.Jun.2021

uhrzeit 10:00 - 14:30 Uhr


Der Begriff des Digitalen Zwillings ist mittlerweile allgegenwärtig. Doch wo kommt diese Bezeichnung eigentlich her? Historisch gesehen, hat das Konzept des „Zwillings“ seinen Ursprung im NASA-Apollo-Programm der späten 1960er Jahre. Gemeint war der identische Nachbau eines Raumfahrzeugs, das auf der Erde verblieb, um die Auswirkungen von Steuerbefehlen zu analysieren, bevor diese an das entfernte Raumfahrzeug gesendet werden. Im Jahr 2010 fügte die NASA erstmals das Attribut „digital“ dem technischen Zwilling hinzu. Der Begriff „Digitaler Zwilling“ war geboren.

 

Mittlerweile hat der Digitale Zwilling Einzug in die verschiedensten Branchen und Anwendungsbereiche erhalten. Welche Potenziale er für die Forschung und den Einsatz in der Industrie mitbringt, zeigte das Lemgoer Forschungs- und Entwicklungszentrum CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) bei einem Thementag im April. „In verschiedenen Online Live-Beiträgen haben wir aktuelle Forschungsprojekte und konkrete Anwendungen unserer Partner und weiterer Unternehmen gezeigt. Wir haben schnell gemerkt, dass wir an unserem Standort viel zu präsentieren haben und ein Tag für dieses spannende und zukunftsweisende Thema nicht ausreicht“, sagt CIIT-Geschäftsführerin Anja Moldehn.

Daher veranstaltet das CIIT am 30. Juni einen zweiten Thementag zum Digitalen Zwilling. Der Fokus liegt hier auf dessen Erstellung und seinen Mehrwerten in der Produktionsumgebung. In acht Live-Beiträgen werden die Teilnehmenden ganz nah an die echten Demonstratoren in der SmartFactoryOWL mitgenommen. „Wir möchten unseren Zuhörern und Zuhörerinnen das Gefühl geben, als wären sie live mit uns vor Ort. Wir werden keine geschliffenen Vorträge anbieten, sondern reale Präsentationen, bei denen vielleicht auch mal etwas schief gehen kann“, sagt Moldehn mit einem Augenzwinkern.

 

Der Begriff des Digitalen Zwillings kursiert also mittlerweile seit ca. 11 Jahren. Eine eindeutige Definition gibt es allerdings immer noch nicht. Professor Andreas Deuter von der Technischen Hochschule OWL nahm diese Situation zum Anlass, um sich Gedanken über eine „Digital Twin Theory“ zu machen. „Die vielen Definitionsmöglichkeiten sorgen für Verwirrung und Missverständnisse bei der Realisierung des Digitalen Zwillings in der betrieblichen Praxis“, so Deuter. Der Professor für Informatik für Technik und Produktion vertritt einen der acht Beiträge am Thementag und erklärt wie sein Theorie-Modell in die Praxis umgesetzt werden kann.

Weitere Beiträge, welche jeweils für 20 Minuten angesetzt sind, kommen von den CIIT-Partnern Weidmüller, Fraunhofer IOSB-INA, Institut für industrielle Informationstechnik der Technischen Hochschule OWL, OWITA GmbH sowie dem Innovation Campus Lemgo. Auch das Fraunhofer IEM aus Paderborn beteiligt sich und beleuchtet den Digitalen Zwilling im Bereich des Engineerings.

 

Anmeldungen sind über die Homepage des CIIT möglich.

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